Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Stress

Was bedeutet das wirklich?

Der Körper und Geist im Ausnahmezustand
Stress. Fast jeder von uns hat dieses Gefühl schon mehrmals erlebt. Was ursprünglich eine nützliche Reaktion auf Gefahren war, hat sich bei vielen zu einem chronischen Begleiter entwickelt. So müsste es aber nicht bleiben! 
In diesem Beitrag zeige ich dir, was Stress wirklich ist, wie er deinen Körper beeinflusst und welche Nährstoffe dir helfen können, besser damit umzugehen. 

Stress ist unser natürlicher Alarmmechanismus. Wenn wir in eine gefährliche Situation geraten, schüttet unser Körper Hormone aus, die uns helfen, zu fliehen oder uns der Gefahr zu stellen – das sogenannte "Fight or Flight"-System. In diesem Zustand produziert unser Körper vermehrt Cortisol, Adrenalin (Epinephrin) und Noradrenalin. Diese Hormone bewirken:

  • Erhöhten Blutdruck
  • Bereitschaft der Muskeln
  • Schwitzen
  • Wachsamkeit

Diese Reaktionen verbessern unsere Fähigkeit, auf herausfordernde Situationen zu reagieren. Die Umweltfaktoren, die diese Stressreaktionen auslösen, nennen wir Stressoren. Dazu gehören Dinge wie laute Geräusche, aggressives Verhalten oder die Aufregung vor einem ersten Date. Je mehr Stressoren wir erleben, desto intensiver werden die Stressgefühle, was langfristig zu einer Überlastung führen kann.

Der Effekt von Stress auf deinen Körper

Wie bereits erwähnt, ist Stress nicht immer negativ. Für unsere Vorfahren, die Jäger und Sammler waren, war er überlebenswichtig. Auch heute hilft er uns, Unfälle zu vermeiden und in chaotischen Situationen den Überblick zu behalten. Stress sollte jedoch nur vorübergehend sein. Nach einem Kampf-oder-Flucht-Moment sollten sich Herzschlag und Atmung wieder verlangsamen.

Jeder von uns erlebt gelegentlich Stress, aber was eine Person als stressig empfindet, ist sehr individuell. Stress kann bestimmte Körperfunktionen verlangsamen, insbesondere das Verdauungs- und Immunsystem. 

Das Nervensystem funktioniert dabei wie ein Radiosender. «Jede Emotion, jeder Gedanke, jeder Geisteszustand ist an elektrische Frequenzen gekoppelt», erklärt Dr. Max Renner, Neurowissenschaftler für neuronale Regeneration. «Wenn diese Rhythmen aus dem Takt geraten, entsteht das, was viele Menschen heute erleben: ein Gehirn, das nicht mehr abschalten kann.»

Das Nervensystem sendet in verschiedenen Wellenbereichen:

  • Beta-Wellen bei Stress und Anspannung
  • Alpha-Wellen bei Fokus und wacher Entspannung
  • Theta-Wellen bei tiefer Entspannung und Integration

Das Ziel ist nicht, den Geist zu stoppen, sondern ihn wieder in einen kohärenten Rhythmus zu bringen - ein Zustand, in dem Körper und Geist synchron arbeiten.

Die Reaktion auf verschiedene Stressoren beeinflusst die allgemeine Gesundheit. Ein Gleichgewicht ist also entscheidend, um die negativen Auswirkungen von Stress zu minimieren.

Stress ist das, was passiert, wenn dein Verstand versucht, etwas zu tun, das dein Körper nicht kann.

Anonym

Von akut bis chronisch: Die verschiedenen Gesichter des Stresses

Akuter Stress ist die sofortige Reaktion deines Körpers auf neue und herausfordernde Situationen, wie beim Entkommen eines Autounfalls oder dem aufregenden Gefühl beim Achterbahnfahren. Episodischer akuter Stress beschreibt häufige Phasen von akutem Stress. Im Gegensatz dazu hat chronischer Stress, der über längere Zeit anhält, ernsthafte Auswirkungen auf deine Gesundheit.

Chronischer Stress kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen, einschliesslich Burnout. Burnout ist ein Zustand der Erschöpfung, der sich aus langanhaltendem Stress entwickelt und sowohl körperliche als auch emotionale Symptome hervorruft.

Chronischer Stress hat erhebliche psychologische Auswirkungen. Zu den häufigsten zählen Angstzustände, Depressionen, Antriebslosigkeit und Interessenverlust. Betroffene erleben oft Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten, ziehen sich von sozialen Aktivitäten zurück und leiden unter Schlafstörungen. Auch das Selbstwertgefühl kann durch ein Gefühl der Überforderung beeinträchtigt werden.

«Unser Gehirn ist nicht für ständige Reize, Social-Media-Pings und Multitasking gebaut», sagt Dr. Lila Hartman, klinische Psychologin. «Diese Daueraktivierung hält das Stresszentrum - die Amygdala - permanent auf Alarm.» EEG-Studien zeigen, dass bei chronischem Stress Beta-Wellen dominieren. Das führt zu:

  • Ständigem Grübeln
  • Körperlicher Anspannung
  • Reizüberflutung
  • Schlafproblemen

Selbst klassische Meditation fällt dann schwer, weil der Körper in einer Art Alarmzustand gefangen bleibt. Die Herausforderung: Ein überreiztes Nervensystem lässt sich nicht mit Gesprächen oder Affirmationen beruhigen. Es braucht eine körperbasierte Methode, die das System selbst in einen neuen Rhythmus führt.

Eine Statistik von Swiss Life aus dem Jahr 2020 zeigt, dass etwa 80 Prozent der Bevölkerung unter einer der drei Stressformen leiden. Dies verdeutlicht, wie verbreitet Stress in unserem Alltag ist und wie wichtig es ist, sich mit der eigenen Stressbewältigung auseinanderzusetzen.

Der Einfluss von Ernährung und Schlaf 

Andere reagieren möglicherweise stärker auf einen einzigen Stressor. Dabei spielt für unsere Nerven natürlich die richtige Ernährung sowie gesunder Schlaf eine tragende Rolle. Ist dir aufgefallen, dass Menschen häufig in den Ferien krank werden, wenn der Stress nachlässt? Häufig geschieht dies, weil der Körper endlich zur Ruhe kommt.

Eine 2018 durchgeführte Analyse von Studien fand einen Zusammenhang zwischen arbeitsbedingtem Stress und koronarer Herzkrankheit. Allerdings konnten die Autoren die genauen Mechanismen, durch die Stress koronare Herzkrankheiten verursacht, nicht bestätigen.

Andere Studien haben gezeigt, dass auch Menschen, die Stress als negativ für ihre Gesundheit empfinden, ein höheres Risiko haben, an koronaren Herzkrankheiten zu erkranken, als Menschen, die das nicht tun.

Digitaler Dauerstress: ein modernes Problem

In unserer schnelllebigen Welt wird Stressmanagement echt zur Herausforderung. Digitaler Dauerstress, Informationsüberflutung, ungesunde Ernährung setzen unser Nervensystem permanent unter Druck.

Hier sind ein paar Anzeichen, die vielleicht auch auf dich zutreffen:

  • Schwierigkeiten, Aufgaben zu beenden
  • Extreme Reizbarkeit bei kleinen Störungen
  • Gefühl, ständig "unter Strom" zu stehen
  • Erschöpfung trotz ausreichend Schlaf
  • Impulsivität und nachfolgende Scham
  • Emotionale Überreaktion auf alltägliche Situationen

Wenn du dich in diesen Punkten wiedererkennst, ist es Zeit, etwas zu ändern. Diese Symptome sind erste Warnsignale, die darauf hinweisen, dass wir Wege finden müssen, um mit Stress umzugehen. Strategien zur Stressbewältigung sind entscheidend, um unser Wohlbefinden zurückzugewinnen.

Stress ist wie ein Wasserkocher. Wenn du ihn ständig unter Druck setzt, wird er irgendwann überlaufen.

Anonym

Nährstoffe für die normale Stressregulation

Stress kann sich körperlich und psychisch bemerkbar machen. Neben Bewegung, Entspannung und ausreichend Schlaf spielt auch eine ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle. Vitamine und Mineralstoffe unterstützen zahlreiche Körperfunktionen, darunter die normale Funktion des Nervensystems, den Energiestoffwechsel und den Schutz der Zellen.

Einige Nährstoffe tragen zum körpereigenen antioxidativen Schutzsystems bei. Sie sind wichtig für viele Aspekte unserer Gesundheit, einschliesslich der geistigen Leistung und emotionalen Stabilität.

  • Vitamin A: trägt zur normalen Funktion des Immunsystems und zum Schutz der Zellen bei.
  • Vitamin C: unterstützt das Nerven- und Immunsystem und schützt die Zellen vor oxidativem Stress.
  • Vitamin E: trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
  • Selen: ist ein Mineralstoff und Bestandteil bestimmter Enzyme, die zum Schutz der Zellen beitragen.
  • Magnesium: unterstützt die normale Funktion von Nerven und Muskeln sowie den Energiestoffwechsel und ist an zahlreichen enzymatischen Prozessen beteiligt.

Magnesium wird häufig im Zusammenhang mit Stress und innerer Unruhe genannt. Eine 2017 veröffentlichte Übersichtsarbeit wertete 18 Studien aus und zeigte u.a. einen möglichen Nutzen bei Angstbeschwerden.

Die vielversprechenden Ergebnisse zeigen, dass eine ausreichende Magnesiumzufuhr die Funktion von Nerven, Muskeln und Zellen unterstützen und helfen können, die Auswirkungen von Stress zu mildern sowie das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

  • Nervenleitung: Magnesium ist wichtig für die Übertragung von Nervenimpulsen. Es hilft, die elektrische Stabilität der Nerven zu gewährleisten, indem es die Erregbarkeit der Nervenzellen reguliert.

  • Muskelentspannung: Es wirkt als natürlicher Blocker von Kalzium in den Zellen. Während Kalzium für die Muskelkontraktion notwendig ist, sorgt Magnesium dafür, dass die Muskeln sich entspannen können. 

  • Energieproduktion: Magnesium ist wichtig für die ATP-Produktion, die den Zellen Energie liefert und somit die allgemeine körperliche und geistige Belastbarkeit erhöht.

  • Entzündungshemmende Wirkung: Magnesium hat entzündungshemmende Eigenschaften, die helfen Überreaktionen des Nervensystems und Muskelverspannungen zu reduzieren.

Weitere unterstützende Präparate die hilfreich sein können

Bestimmte pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel werden zur Unterstützung bei Stress, innerer Unruhe oder Schlafproblemen angeboten. Ihre Wirkung ist jedoch unterschiedlich gut untersucht und hängt unter anderem von der Dosierung, der Produktqualität und der persönlichen Gesundheitssituation ab.

  • Rhodiola rosea: Diese Pflanze wird traditionell bei Erschöpfung und Stress eingesetzt. Die wissenschaftlichen Belege für eine zuverlässige Wirkung sind bisher jedoch begrenzt.

  • reguliert die Stressreaktion des Körpers kann die Energie steigern.

  • Melatonin: Steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus: Eine ausreichende Melatoninproduktion kann auch bei Jetlag oder bei Schichtarbeit hilfreich sein.

  • Ashwagandha: Auch bekannt als Schlafbeere, senkt sie den Cortisolspiegel und fördert das allgemeine Wohlbefinden. Schwangere, Stillende, Kinder und Menschen mit Lebererkrankungen sollten jedoch Ashwagandha meiden.

  • L-Theanin: Diese Aminosäure kommt unter anderem in grünem Tee vor. Sie hat entspannende Effekte, ohne die Wachsamkeit zu beeinträchtigen.

  • B-Vitamine: Diese Vitamine sind für den normalen Energiestoffwechsel und für die Nervenfunktion wichtig. 

  • Kava: Diese Pflanze wirkt beruhigend. Kava reduziert Angstzustände und fördert die Entspannung. Sollte aber nicht ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden.

Eine ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung, ausreichender Schlaf und bewährte Entspannungsverfahren bilden weiterhin die wichtigste Grundlage für einen gesunden Umgang mit Stress. Nach Rücksprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Naturheilkunde kann eine zeitlich begrenzte Kur mit den oben genannten Präparaten das Wohlbefinden zusätzlich unterstützen.

Höre auf deinen Körper und ergreife proaktive Schritte zur Stressbewältigung. Eine ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung und ausreichend Schlaf sind entscheidend, um deine Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress zu erhöhen und dein allgemeines Wohlbefinden zu fördern. Denn Burnout ist oft die Folge, wenn du das Licht in dir verlierst.

Achte auf deinen Körper, denn er ist der einzige Ort, den du zum Leben hast. 

Herzlichst,
Patrizia


PS: Kennst du Sunday Natural? Dort kaufe ich meine Nahrungsergänzungsmittel in Premiumqualität, die von über 5000 ÄrztInnen empfohlen werden. Mit meinem Link erhältst du exklusiv ein All-in-One Premium im Wert von ca. CHF 29 bei deiner ersten Bestellung über CHF 25. (Dies ist keine bezahlte Werbung sondern nur ein Tipp!)

Eine Beratung buchen

Um meine Webseite für dich optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwende ich Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst du der Verwendung von Cookies zu.